Schreibspuren

Wer ich bin

Zu Beginn meiner Kurse frage ich gern, welche Erfahrungen die Teilnehmer/innen mit dem Schreiben gemacht haben. Viel erzählen dann: »Ich habe ganz früh angefangen in Tagebüchern meine Eindrücke zu verarbeiten, meine Erlebnisse und Gefühle zu reflektieren. Ich habe viel Briefe geschrieben und später auch erste Gedichte und Geschichten.«

Mir sind solche Aussagen vertraut: meine Erfahrungen mit dem Schreiben sind ähnlich. In die Liste reihen sich kurze Geschichten ein, Gedichte, Teilnahme an Wettbewerben, intensiver Briefwechsel.

Meine Arbeit als Krankenschwester erfüllte mich, aber ich merkte, dass meine kreativen Anlagen gefördert werden wollen. So kam ich zum Studium der Kulturpädagogik mit den Schwerpunkten Musik und kreatives Schreiben.

Zu einem Praktikum im Bereich Schreiben mit Menschen einer Langzeitpsychiatrie (AuE Kreativschule Hannover) und ersten eigenen Schreibwerkstätten gesellten sich meine Diplomarbeit in diesem Bereich und die Fortbildung in Poesie- und Bibliotherapie (FPI). Dort lernte ich Methoden, um persönliche Erfahrungen in Texte zu kleiden und andere Menschen durch ähnliche Prozesse zu begleiten. Seit einigen Jahren bin ich Mitglied in der Gesellschaft für Poesie- und Bibliotherapie (DGPBT).

Seit langem beschäftige ich mich mit Meditationsformen. In Kombination mit poesietherapeutischen Methoden habe ich einen Weg entwickelt, das Schreiben mit der Erfahrung dessen, was ein/e jede/r unter Gott versteht, zu verbinden.
Jeder entstandene Text ist für mich ein Geschenk, spüre ich doch die Einmaligkeit der Person, die ihn schreibt. Den TeilnehmerInnen geht es ähnlich - auch sie erleben jede Stunde, jeden Text, den sie hören und schreiben, als Bereicherung.